Badumbau in der Mietwohnung: So bekommen Mieter den Pflegekassen-Zuschuss

Auch als Mieter haben Sie vollen Anspruch auf den Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen: bis zu 4.180 Euro pro pflegebedürftiger Person für den barrierefreien Badumbau, ab Pflegegrad 1 (§ 40 SGB XI). Es gibt nur eine zusätzliche Voraussetzung gegenüber Eigentümern: Die schriftliche Zustimmung zu baulichen Veränderungen muss vor der Antragstellung vorliegen. Die gute Nachricht: Seit 2020 gibt Ihnen § 554 BGB sogar einen gesetzlichen Anspruch auf diese Erlaubnis.

Hinweis: Dieser Beitrag informiert allgemein über die Rechte von Mietern beim barrierefreien Umbau und ersetzt keine Rechtsberatung. Für die verbindliche Prüfung Ihres Einzelfalls wenden Sie sich bitte an eine Anwältin oder einen Anwalt für Mietrecht, den Mieterverein oder die Verbraucherzentrale. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: Juli 2026.

Ihre Rechte als Mieter: § 554 BGB einfach erklärt

Mieter können die Erlaubnis für bauliche Veränderungen verlangen, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderung oder Pflegebedarf dienen – so steht es seit der Mietrechtsreform 2020 in § 554 BGB. Abgelehnt werden darf nur, wenn der Umbau der Wohnung dem Eigentümer auch unter Würdigung Ihrer Interessen nicht zugemutet werden kann. Das ist bei einem fachgerecht ausgeführten Duschumbau die absolute Ausnahme.

Verlangt werden darf eine angemessene Sicherheit für einen möglichen Rückbau beim Auszug – eine Art zusätzliche Kaution. Nicht zulässig ist, die Anpassung grundlos zu verweigern oder an überzogene Bedingungen zu knüpfen. In der Praxis läuft es zwischen Mieter und Vermieter meist unkompliziert: Eine moderne Dusche wertet die Wohnung auf und verbessert die Nutzung der Wohnung für alle künftigen Bewohner.

Badumbau mit Pflegekasse in der Mietwohnung: So läuft es ab

Der Weg zum geförderten Umbau ist für Mieter nur einen Schritt länger als für Eigentümer. So beantragen Sie den Zuschuss:

Kostenloses Aufmaß vereinbaren:

Wir prüfen Ihr Bad und erstellen innerhalb von 48 Stunden einen pflegekassenkonformen Kostenvoranschlag samt Systembeschreibung für den Eigentümer.

Zustimmung einholen:

Schriftlich, mit unserem Musterschreiben (siehe unten). Angebot und Systembeschreibung legen Sie bei – das beantwortet die meisten Fragen vorab.

Antrag auf wohnumfeldverbessernde Maßnahmen stellen:

Formloses Schreiben plus Kostenvoranschlag plus Zustimmungserklärung. Auf Wunsch übernehmen wir das komplett – die Anleitung finden Sie unter Antrag Pflegekasse.

Genehmigung abwarten:

In der Regel zwei bis vier Wochen. Erst nach dem Bewilligungsbescheid werden die Umbaumaßnahmen ausgeführt.

Einbau in einem Arbeitstag:

Wir bauen um, dokumentieren alles per Foto und liefern die Abrechnung für die Auszahlung.

Zustimmung einholen – mit Musterschreiben an den Vermieter

Ein kurzes, sachliches Anschreiben genügt. Wichtig sind drei Punkte: der Grund (Pflegebedarf), die geplante Maßnahme (fachgerechter Duschumbau) und das Angebot, offene Fragen zu klären. Dieses Muster können Sie direkt übernehmen:

Betreff: Bitte um Zustimmung zum barrierefreien Badumbau in [Adresse, Wohnung]

Sehr geehrte/r [Name],

für mich / meinen Angehörigen [Name] wurde der Pflegegrad [X] anerkannt. Um die selbstständige Nutzung des Badezimmers weiterhin zu ermöglichen, möchte ich die vorhandene Badewanne durch eine bodengleiche Dusche ersetzen lassen. Nach § 554 BGB bitte ich Sie hiermit um Ihre schriftliche Zustimmung zu dieser baulichen Veränderung.

Die Maßnahme wird von einem spezialisierten Fachbetrieb (OSSU Dienstleistungen, Wipperfürth) ausgeführt – ohne Eingriffe in die Bausubstanz, mit fachgerechter Abdichtung und vollständiger Dokumentation. Die Kosten trägt die Pflegekasse im Rahmen des Zuschusses nach § 40 SGB XI; Ihnen entstehen keine Kosten. Das Angebot und eine Systembeschreibung lege ich bei.

Gern beantworte ich Rückfragen – auch der Fachbetrieb steht Ihnen dafür zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen, [Name, Datum, Unterschrift]

Was kostet der Umbau in der Mietwohnung – und wer zahlt?

Die Umbaukosten trägt der Mieter – und in den meisten Fällen übernimmt sie die Pflegekasse komplett: Die Kosten für den barrierefreien Umbau der Wanne zur Dusche liegen bei OSSU bei 4.180 Euro als Festpreis und damit exakt in Höhe des maximalen Zuschusses. Ihr Eigenanteil: in der Regel 0 Euro.

Leben mehrere Pflegebedürftige in der Wohnung, hat jede Person einen eigenen Anspruch – der Zuschuss kann bis zu viermal fließen, insgesamt also bis zu 16.720 Euro. Und ohne Pflegegrad? Dann kommt die KfW-Förderung „Altersgerecht Umbauen" (455-B) in Frage. Ob Sie die Voraussetzungen für den Pflegekassen-Zuschuss erfüllen, prüfen wir kostenlos.

Muss der Vermieter das Bad behindertengerecht umbauen?

Nein – es besteht keine Pflicht, selbst umzubauen oder die Kosten zu tragen. Die Pflicht des Eigentümers beschränkt sich darauf, Ihren barrierefreien Umbau zu erlauben, wenn kein triftiger Grund dagegen spricht. Sie beauftragen den Fachbetrieb, die Pflegekasse zahlt – die Miete bleibt dabei unverändert, denn eine selbst veranlasste Anpassung ist keine Modernisierung, auf die sich eine Mieterhöhung stützen ließe. Wie hoch der Zuschuss ist und welche barrierefreien Maßnahmen gefördert werden, lesen Sie auf unserer Übersichtsseite zum Badumbau mit der Pflegekasse.

Wanne zur Dusche in der Mietwohnung – die eigentümerfreundliche Lösung

Der häufigste Wunsch in Mietwohnungen ist der Tausch: Dusche oder Badewanne? Fast immer fällt die Wahl auf die Dusche – und genau hier ist unser Systemumbau die eigentümerfreundlichste Lösung, die es gibt: Die vorhandenen Fliesen bleiben an der Wand, das Duschsystem wird an der Stelle der alten Wanne eingebaut, die Bausubstanz bleibt unangetastet – und der Einbau dauert einen einzigen Arbeitstag. Diese Argumente räumen jede Barriere im Genehmigungsgespräch aus.

Alle Details zu Ablauf, Kosten und Technik finden Sie auf unserer Seite Badewanne zur Dusche umbauen.

Was tun, wenn die Zustimmung verweigert wird?

Bleiben Sie sachlich und fragen Sie nach den Gründen – oft stecken Sorgen um Feuchtigkeitsschäden oder den Rückbau dahinter, die sich ausräumen lassen. Drei Schritte haben sich bewährt: Erstens die Systembeschreibung des Fachbetriebs nachreichen (fachgerechte Abdichtung, keine Substanzeingriffe). Zweitens eine Rückbau-Vereinbarung oder zusätzliche Sicherheit anbieten – darauf besteht nach § 554 BGB ohnehin ein Anspruch. Drittens auf den gesetzlichen Erlaubnisanspruch verweisen: Maßnahmen, die die Pflege erleichtern und das Wohnen in den eigenen vier Wänden sichern, lassen sich notfalls rechtlich durchsetzen; Unterstützung bieten Mieterverein und Pflegestützpunkt.

Warum OSSU der richtige Partner für Mieter ist

Wir kennen die Fragen von Eigentümern und liefern die Antworten gleich mit: Systembeschreibung, Kostenvoranschlag und Referenzen für das Genehmigungsgespräch, dazu den kompletten Pflegekassen-Antrag auf Wunsch mit Vollmacht. Gründer Oskaras Sukys hat in über drei Jahren täglicher Praxis unzählige Mietbäder barrierefrei umgebaut – sauber, in einem Arbeitstag und mit Festpreis-Garantie.

Häufige Fragen zum Badumbau in der Mietwohnung

Die wichtigsten Antworten für Mieter – Ihre Frage fehlt? Schreiben Sie an

info@ossu-dienstleistungen.de

Ja, in gleicher Höhe wie bei Eigentümern: bis zu 4.180 Euro pro pflegebedürftiger Person, ab Pflegegrad 1. Einzige zusätzliche Voraussetzung ist die schriftliche Zustimmung des Eigentümers vor der Antragstellung.

Ja, bei fest eingebauten Umbaumaßnahmen wie einem Duschumbau immer – und zwar bevor Sie den Zuschuss beantragen. Nach § 554 BGB besteht allerdings ein Anspruch auf die Erlaubnis, wenn der Umbau der Barrierereduzierung dient. Holen Sie die Zusage vom Vermieter schriftlich ein.

Ja. Für den möglichen Rückbau beim Auszug darf eine angemessene Sicherheit verlangt werden. Die Höhe muss sich am realistischen Rückbauaufwand orientieren.

Grundsätzlich der Mieter – wenn der Rückbau verlangt wird. In der Praxis verzichten viele Eigentümer darauf, weil die barrierefreie Wohnung an Wert gewinnt. Eine schriftliche Vereinbarung schafft Klarheit.

Nein. Wenn Sie den Umbau selbst veranlassen und über die Pflegekasse finanzieren, ist das keine Modernisierung des Eigentümers – eine Mieterhöhung lässt sich darauf nicht stützen.

Haken Sie schriftlich mit Fristsetzung nach (z. B. zwei Wochen). Kommt weiterhin keine Reaktion, helfen Mieterverein oder Pflegestützpunkt – der Erlaubnisanspruch aus § 554 BGB lässt sich auch gerichtlich durchsetzen.
Umbau Badewanne Pflegeversicherung

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Sie wohnen zur Miete und möchten Ihr Bad sicher machen? Wir liefern Ihnen alles für Eigentümer und Pflegekasse aus einer Hand: Aufmaß, Angebot, Systembeschreibung, Musterschreiben und auf Wunsch den kompletten Antrag. Rufen Sie an unter 0163 – 344 38 79 oder nutzen Sie das Kontaktformular – wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.